KULTUR

Fellner beruft nach Urteil wegen übler Nachrede gegen Höhe der Strafe

Der Medienmanager war verurteilt worden, weil er Aussagen von Katia Wagner im Zusammenhang mit Vorwürfen der sexuellen Belästigung als „frei erfunden“ bezeichnet hatte.

Nach dem Urteil wegen übler Nachrede beruft Österreich-Herausgeber Wolfgang Fellner gegen die Höhe der Strafe. Fellner hatte ein Gedächtnisprotokoll seiner Ex-Mitarbeiterin Katia Wagner über gemeinsame Treffen im Frühjahr 2021 als „frei erfunden“ bezeichnet, Wagner klagte. Sie ist eine von mehreren Frauen, die Vorwürfe der sexuellen Belästigung gegen Fellner erheben, er weist diese zurück.

Ende 2021 wurde der Medienmanager am Straflandesgericht Wien wegen übler Nachrede zu einer Geldstrafe von 120.000 Euro verurteilt, davon drei Viertel bedingt. Bei der Verhandlung hatte er sich zunächst nicht schuldig bekannt – erst als Tonaufnahmen der Treffen vorgelegt wurden, zeigte er sich geständig. Am Tag nach der Verhandlung meldete Fellner volle Berufung an. 

Über seinen Anwalt Georg Zanger legte Fellner nun gegen die Höhe der Strafe Berufung ein, nicht jedoch gegen das Urteil. Der Herausgeber fordert eine Herabsetzung der Strafe von 120 auf 50 Tagessätze, berichtet der Standard.

Fellner „unter ständigem Beschuss“

Er stehe „unter ständigem Beschuss wegen angeblicher sexueller Belästigung durch die Medien“, heißt es in der Berufungsschrift, von einem „anhaltenden medialen Shitstorm“ ist die Rede. 

Fellner habe sich „in der Situation eines durch die Medien Gehetzten und vor sich Hergetriebenen“ befunden, als er von einem Journalisten mit den Aussagen Wagners konfrontiert wurde. Eine Möglichkeit zur Stellungnahme sei „nur innerhalb von 24 Std“ eingeräumt worden: „Dass der Angeklagte aufgrund dieses enormen Zeitdrucks und des durch die drohende Veröffentlichung erwartbaren medialen Hypes impulsiv handelte und nicht jedes Wort und dessen Auswirkungen durchdenken konnte, liegt auf der Hand.“ Es müsse ihm zugebilligt werden, „emotional überschießend geantwortet zu haben“.

Die von Fellner geschilderte Anfrage stammte vom Standard. Die Zeitung schreibt, der Verleger habe 25 Stunden Zeit für eine Antwort gehabt und diese kurz vor Ende der Frist schriftlich gegeben. 

Selbst beauftragte Analyse vorgelegt

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Source:: Kurier.at – Kultur

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