WIRTSCHAFT

Audi-Vorständin Hildegard Wortmann: „Der Antrieb ist nicht mehr entscheidend“

Audi-Vorständin Hildegard Wortmann erklärt, dass „Vorsprung durch Technik“ heute etwas anderes bedeutet und wir keine Reichweitenangst haben müssen

Hildegard Wortmann ist seit drei Jahren Vorständin bei Audi. In den deutschen Medien wird sie oft für ihren rigorosen Führungsstil kritisiert. Wir lernen sie  beim Salzburg Summit ganz anders kennen: passioniert und gewinnend. Auf der Bühne im Kongresscenter punktet sie mit ihren klaren Aussagen und ihrem dynamischen Auftritt.

KURIER: Was fasziniert Sie  an der Autobranche?
Hildegard Wortmann: Ich bin seit über 24 Jahren  im Automobilgeschäft und mich hat die Leidenschaft für Autos dahingebracht. Über die Jahre hat sich viel verändert und gerade jetzt sind wir in der größten Transformation, die diese Industrie jemals erlebt hat. 

Vor zwei Wochen wurde VW-Boss Herbert Diess von Oliver Blume relativ überraschend abgelöst. Wie schätzen Sie den Chefwechsel ein?
Wir sind alle erwachsen und wissen, dass solche Wechsel passieren. Wir werden  auch mit diesem Wechsel entsprechend umgehen. Herbert Diess war genau der Richtige, um den Konzern aufzuschütteln und auf diese Transformation einzustimmen. Oliver Blume wird das hervorragend weiterführen, mit der ihm eigenen Art. Ich kenne und schätze beide sehr. Das wird toll.

 

Isabelle Koehler/SalzburgSummit

Hildegard Wortmann mit KURIER-Journalistin Sandra Baierl

Audis alter Werbespruch ist „Vorsprung durch Technik“, der Konzern war immer innovationsgetrieben. Wie sehen Sie Audis Innovationsleistung aktuell?
Den Claim haben wir seit über 30 Jahren. Als ich bei Audi gestartet bin, war ich der Meinung, wir dürfen diesen Claim nicht ändern. Was sich ändern muss, ist aber, wie wir Vorsprung definieren. Vorsprung war lange durch die Zehntelsekunde schneller auf dem Nürburgring definiert. Für Autos ist heute Vorsprung aber etwas anderes: Nicht nur das technisch Mögliche zu machen, sondern das technisch Sinnvolle. Das bedeutet vor allem, einen Beitrag zur Dekarbonisierung zu leisten.

Vorne dabei war Audi aber auch beim  Dieselskandal. Wie wollen Sie diese Geschichte glattbügeln?
Glattbügeln ist das falsche Wort. Man muss das sorgfältig aufarbeiten, verstehen, …read more

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

(Visited 2 times, 1 visits today)

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.