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Die WM in Durchgang eins: Warum die Anzahl der Tore kein Zufall ist

Bei den Spielen der Top-Favoriten fielen vier Mal so viele Treffer wie beim Rest. Was die Auslosung der WM mit den vielen Nullnummern zu tun hat.

Das letzte Tor des ersten Durchgangs war auch das schönste: Der Zaubertrick von Richarlison – mit links annehmen, um die eigene Achse drehen, abspringen und mit rechts verwerten – wird in jedem Best of der WM vorkommen.

Auch nach dem 2:0 der Brasilianer gegen Serbien blieb es fair. Erstmals seit 1986 ist der erste Spieltag in allen Gruppen ohne Ausschluss zu Ende gegangen. Erst bei der zweiten Partie von Wales sah Goalie Hennessey gegen den Iran am Montag Rot.

Der große Unterschied zur Endrunde vor 36 Jahren: Damals gab es 24 Teilnehmer, also nur zwölf Partien in der ersten Runde. In Katar wurden hingegen 16 Spiele mit elf gegen elf zu Ende gebracht.

Nicht einmal eine Gelb-Rote, die sich sonst in den hektischen Schlussphasen häufen, war zu zücken. Dabei wäre so viel Nachspielzeit wie noch nie dafür zur Verfügung gestanden.

Mehr netto

Dass die FIFA die Nettospielzeit erhöhen will, war bereits am zweiten Turniertag unübersehbar: Am vergangenen Montag wurden die vier bislang längsten Spielhälften der WM-Geschichte abgepfiffen.

Ob die UEFA mitzieht, etwa bei der Champions League, ist offen. Rund um den (erwarteten) Schlusspfiff werden die wertvollsten Werbungen verkauft. Soll riskiert werden, dass die für lukrative TV-Spots begrenzte Sendezeit verloren geht?

Eindeutig verändert haben sich im Vergleich zu 2018 die Ergebnisse. Gab es in Russland insgesamt nur ein 0:0, waren es 2022 schon im ersten Rundlauf vier Nullnummern.

Garantie für Siege

Auf den zweiten Blick logisch erscheint die Verteilung von Sieg und Unentschieden. Dabei hilft ein Blick auf die Auslosung. In jeder Gruppe war ein Titelkandidat in Topf eins gesetzt, Katar spielt als sportlich schwachbrüstiger Gastgeber dabei die Ausnahme.

Von diesen acht „Gruppenköpfen“ hat zum Auftakt kein einziger unentschieden gespielt. Sechs haben teils überzeugend gewonnen, Argentinien …read more

Source:: Kurier.at – Sport

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