WIRTSCHAFT

Magic Mushrooms sollen Tourismus in Jamaika beflügeln

Schätzungen zufolge könnte die Psychedelika-Industrie bis 2028 weltweit über acht Milliarden US-Dollar wert sein.

Sonne, Reggae und ein Hauch süßen Cannabisdufts – dafür ist Jamaika auf der ganzen Welt bekannt. Nun versucht die Karibikinsel eine Nischenindustrie mit natürlichen Psychedelika aufzubauen und wirbt mit mystischen Erfahrungen und Stressabbau durch Magic Mushrooms. Auf Jamaika gibt es inzwischen mindestens vier Resorts, die sich auf „Zauberpilze“ und deren psychoaktiven Wirkstoff Psilocybin spezialisiert haben.

„Euphorische Erfahrung“

Drei solcher Anlagen sind in den letzten Jahren eröffnet worden, nachdem die Regierung Psychedelika ins Auge gefasst und private Investitionen in diesem Sektor gefördert hat.

Während Magic Mushrooms in den meisten Teilen Europas und den USA nach wie vor illegal sind, hat die jamaikanische Regierung diese nie verboten. Die staatliche Agentur Jamaica Promotions Corporation sieht darin eine Möglichkeit, die Tourismusindustrie des Landes auszubauen.

Nach einer Schätzung des Marktforschers InsightAce Analytic könnte die Psychedelika-Industrie bis 2028 weltweit über 8 Milliarden Dollar (7,7 Mrd. Euro) wert sein – mehr als doppelt so viel wie 2021. So zahlen Gäste des psychedelischen Rückzugsorts MycoMeditations an der Südküste Jamaikas bis zu 23.500 Dollar für einen einwöchigen Aufenthalt mit drei Anwendungen.

Teilnehmer des Programms beschreiben eine „euphorische, glückselige, hoffnungsvolle“ Erfahrung, bei der die Farben lebendiger wurden und der Körper tiefe Gefühle freizusetzen schien. Die Verwendung von Psilocybin zur Behandlung psychischer Probleme wie Angst oder Depressionen wird derzeit noch in klinischen Studien untersucht. Nach Angaben der amerikanischen und kanadischen Gesundheitsbehörden können Nebenwirkungen wie Panik, Angst und Übelkeit sowie spätere „Flashback“-Reaktionen auftreten.

Schlechte Trips erkennen

Während der Meditationssitzungen liegen die Besucher auf Liegesesseln oder Yogamatten und hören Musik. Gruppen von bis zu zwölf Personen, hauptsächlich US-Amerikaner, beschreiben später ihre Erfahrungen in einer Gruppe mit Therapeuten und Beratern. MycoMeditations entscheidet über die Dosierung nach Beratungen im Team, zu dem auch in den USA lizenzierte Mitarbeiter gehören. Die Entscheidungen werden auf der Grundlage von Kriterien wie etwa …read more

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

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