WIRTSCHAFT

Österreichische Start-ups 2022: Flaute nach dem Hype

2022 hat für österreichische Start-ups so gut begonnen wie noch nie. Plötzlich aber geht das Geld aus. Was passiert ist:

2021 war das Rekordjahr der Start-ups in Österreich. Man erfreute sich mit Unternehmen wie Bitpanda und GoStudent seiner ersten Unicorns – also Start-up-Superstars, die die magische Bewertungsmarke von einer Milliarde Dollar knacken. Außerdem erlebte man einen Finanzierungsboom, nachdem die Anfänge der Pandemie bei Investoren Vorsicht haben walten lassen.

Stefan Knittel

GoStudent war eines von Österreichs ersten Unicorns. Im Bild: Die Gründer Felix Ohswald und Gregor Müller (v.l.)

Österreichische Start-ups: Starker Start ins neue Jahr

An den Hype anknüpfen konnte aber nur die erste Jahreshälfte 2022: „Sieht man sich die Zahlen an, wurde in Venture Capital Fonds so viel Kapital wie nie aufgenommen“, sagt Kambis Kohansal Vajargah, WKÖ Head of Start-up-Services.

WKÖ/ Nadine Studeny

2022 habe so stark wie nie begonnen, berichtet Kambis Kohansal Vajargah, Head of Start-up Services WKÖ 

Schwamm man zuerst also auf der Erfolgswelle mit, lauerte im zweiten Halbjahr eine klare Trendwende: „Die großen Business Angels investieren weniger aktiv in neue Start-ups, sie statten ihr bestehendes Portfolio lieber mit weiterem Kapital aus.“ Weiters würde man jetzt stark darauf achten, wie profitabel ein Unternehmen ist. Also, wie schnell es Geld abwerfen kann. Zuvor war das ultraschnelle Wachstum das höchste Gut.

Noch in diesem Artikel:

Interview mit aaia Managing Director Laura Egg
Interview mit AustrianStartups Managing Director Hannah Wundsam
5 bemerkenswerte Exits 2022
Innovative Vorschläge, um Investoren zu motivieren

„Für neue Unternehmen heißt das, dass es schwieriger geworden ist, Finanzierung zu finden“, sagt Laura Egg, Managing-Director der Austrian Angel Investors Association (aaia).

aaia/Marcella Ruiz Cruz

„Klare Überflieger wie aus dem Energiesektor oder der Gesundheitsbranche haben gar nicht viel Veränderung bemerkt“, sagt Laura Egg, Managing Director aaia

Betroffen seien vordergründig Start-ups, die nicht in den boomenden Sektoren wie Energie oder Gesundheit aktiv sind. Zu diesen findet Egg klare Worte: „Jetzt sind wir in der Phase, wo uns das Kapital …read more

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

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