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„Zum Schämen“ – die Reaktionen auf Katars WM-Aus

Ecuaduor und die Niederlande besiegelten mit ihrem Remis das Vorrunden-Aus des Gastgebers.

Für Gastgeber Katar ist die Fußball-Weltmeisterschaft bereits nach zwei Spielen zu Ende. Nach dem 1:1 zwischen Niederlande und Ecuador am Freitagabend ist das punktelose Emirat vor dem letzten Spiel von Gruppe A gegen „Oranje“ (Dienstag) ohne Aufstiegschance. Ein solch bitteres Hausherren-Schicksal hatte bisher erst Südafrika 2010 erlitten, das aber mit vier Punkten und erst nach dem dritten Pool-Spiel.

Katar hatte drei Stunden zuvor auch seine zweite Partie gegen den Senegal mit 1:3 verloren und dabei wie schon beim Auftakt-0:2 gegen Ecuador einen nur bedingt wettbewerbsfähigen Eindruck abgegeben. „Man muss wissen, wo wir herkommen. Wir müssen hier mit vielen Beschränkungen arbeiten. Katar ist ein kleines Land, die Liga ist nicht so wettbewerbsfähig“, gab der spanische Trainer Felix Sanchez danach zu bedenken.

Scharenweise hatten die Zuschauer des stolzen Gastgebers das Al Thumama Stadium schon vor Abpfiff verlassen, auch auf der Ehrentribüne wollten viele Würdenträger das vorzeitige Ende der WM-Träume nicht mehr abwarten. Die Enttäuschung im kleinen Land am Golf war nach dem besiegelten Endrunden-Aus spürbar, hatte Emir Tamim Bin Hamad Al Thani doch Milliarden an Dollar in das ehrgeizige WM-Projekt gesteckt. Zumindest sportlich ist die Rechnung nicht aufgegangen.
Außerhalb des Stadion zeigten sich Fans von der Mannschaft denn auch bitter enttäuscht. „Wir haben viel mehr von diesem Team erwartet. Sie haben ein Match gespielt, das unterhalb aller Standards war, jedenfalls nicht so, wie es für ein WM-Spiel angemessen wäre“, sagte Emam Abdulrahman der Nachrichtenagentur Reuters. „Es war absolut zum Schämen.“

Auch Abdulrahman Almeri schlug in diese Kerbe. „Es ist eine Schande, nach zwölf Jahren Vorbereitung und dem ganzen arabischen Raum in Lauerstellung, und dann ist die Leistung unterdurchschnittlich“, monierte der mit einem Fan-Schal des Teams ausgerüstete Mann. „Es gab keinen Druck, keinen Teamgeist. Ich weiß nicht, was genau das Problem ist.“
Die heimischen Medien hingegen ließen …read more

Source:: Kurier.at – Sport

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