Mexikos tragischer 19. September: Mindestens 150 Menschen sterben bei Erdbeben

Es ist 13.14 Uhr mittags, die Menschen fahren in den Aufzügen der Bürohäuser zum Mittagessen nach unten. Plötzlich bebt die Erde, Aufzüge bleiben stehen. Panik. Menschen schreien.

Die Wolkenkratzer in Mexiko-Stadt schwanken hin und her, einige Gebäude stürzen ein, Fasseadenteile fallen wie Pappe auf die Straßen. Wer kann, rennt so schnell es geht nach draußen, weg von den Häusern.

Es ist ein gespenstisches Bild, als das Beben der Stärke 7,1 nachlässt.

Rauchschwaden hängen über der Skyline, Staub liegt in der Luft. Zwei Stunden zuvor fanden noch große Evakuierungsübungen in Bürogebäuden, Schulen und Krankenhäusern statt, wie jedes Jahr am 19. September.

Denn das ist der Jahrestag des „Jahrhundertbebens“ vom 19. September 1985, als fast 10 000 Menschen starben. Nun wird aus dem Testfall bitterer Ernst. Und wieder trifft es Mexiko-Stadt hart.

Schwer beschädigte Krankenhäuser müssen evakuiert werden. Unter freiem Himmel werden Verletzte mit Infusionen versorgt. Bewohner sind zum Teil in brennenden Häusern eingeschlossen. Überall liegen Menschen in den Trümmern, mit bloßen Händen wird gesucht.

„Meine Familie wohnt in diesem Gebäude“, schreit eine verzweifelte Frau.

„Ihre Namen sind nicht auf der Liste, sie stehen da nicht drauf“, ruft sie verzweifelt, als sie die Namen von 16 geretteten Menschen liest.

„Wir wissen nicht, wie viele noch in den Trümmern sind“, sagt eine Polizistin auf der Avenida Nuevo León zu ihr. Vier Lastwagen mit Rettungskräften kommen angefahren, Freiwillige packen überall mit an.

Besonders dramatisch ist die Lage in der Grundschule „Enrique Rébsamen“ – hier war auch ein Kindergarten untergebracht. Das Gebäude ist eingestürzt, unter den Trümmern sind Kinderstimmen zu hören.

„Wir können keine Maschinen einsetzen“, sagte Innenminister Miguel Ángel Osorio Chong. Die Retter versuchen mit Spitzhacken und Händen vorzudringen. Acht Kinder und eine Lehrerin werden tot geborgen.

Staatspräsident Enrique Peña Nieto hatte noch wenige Stunden zuvor in einem Trauerakt an die Opfer von 1985 erinnert, nun überfliegt er …read more

Source:: The Huffington Post – Germany

Urteil zur Mietpreisbremse: Deutscher Mieterbund spricht von „viel Lärm um nichts“

Die seit rund zwei Jahren geltende Mietpreisbremse ist nach Ansicht des Berliner Landgerichts verfassungswidrig. Das teilte das Gericht am Dienstag im Zusammenhang mit einem Urteil in einem Mietstreit mit. Zugleich betonten die Richter, für eine Entscheidung über die Verfassungsgemäßheit des Gesetzes sei allein das Bundesverfassungsgericht zuständig.

Die 2015 von der großen Koalition beschlossene Mietpreisbremse soll insbesondere in Ballungszentren und Großstädten verhindern, dass die Kosten für Wohnungen und Häuser immer weiter steigen. Wegen zahlreicher Ausnahmeregelungen ist die Wirkung jedoch begrenzt.

Der Deutsche Mieterbund sprach nach Bekanntwerden des Urteils von „viel Lärm um nichts“ – eben weil nur das Bundesgericht die Verfassungswidrigkeit feststellen könne. Die Berliner Richter hatten zunächst angekündigt, dass sie eine Vorlage an Karlsruhe in Betracht ziehen, taten es aber nicht, weil sie die Berufung der Mieterin aus anderen Gründen zurückwiesen. Die Richter argumentierten jedoch, der Gesetzgeber habe mit der Mietpreisbremse „in verfassungswidriger Weise in das Recht der Mietvertragsparteien“ eingegriffen. Es liege eine ungleiche Behandlung von Vermietern vor.

Ob eine Miete gesetzlich begrenzt werde, sei abhängig von der ortsüblichen Vergleichsmiete. Diese weiche aber in verschiedenen Städten wesentlich voneinander ab. Als Beispiel nannte das Gericht Berlin und München. In München liege die Vergleichsmiete um bis zu 70 Prozent über der…Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung …read more

Source:: Berliner Zeitung – Berlin