Riesengarde Potsdam: Mindestens 1,88 Meter

Der Trommelschlag beginnt, dann hallt Gerd Köhlers laute Stimme durch die Potsdamer Luft: „Gebet Achtung! Den Marsch nach Kommando machen!“ Im Gleichschritt geht es voran, jede Bewegung der Männer läuft synchron zum Takt der Trommel. Auf dem Hof des Krongutes Bornstedt warten an diesem Vormittag schon mehr als 100 Zuschauer auf die großgewachsenen, merkwürdig gekleideten Männer mit den weißhaarigen Lockenperücken.

Was machen die da eigentlich? Das fragen sich viele, die den seltsam anmutenden Aufzug das erste Mal sehen. Der Verein zur Förderung und Pflege der Tradition der Potsdamer Riesengarde Lange Kerls besteht aus Männern, die mindestens 1,88 Meter groß sind. Sie stellen das Königsregiment Nr. 6 von Friedrich Wilhelm I. (Spitzname: Soldatenkönig, Regierungszeit: 1713-1740) dar, das für die Mindestgröße seiner Soldaten von sechs preußischen Fuß – umgerechnet 1,88 Meter – bekannt wurde. Neben dem optisch imposanten Eindruck sollten diese langen Soldaten auch längere Gewehre besser bedienen können.

Der Chef ist der Größte

An diesem Tag haben die Langen Kerls einen kommerziellen Auftritt bei einer internationalen Firmenfeier. „So finanzieren wir unsere Uniformen“, sagt Gerd Köhler, seit Frühjahr des vergangenen Jahres Vorsitzender des Vereins – und selbst 2,10 Meter groß. Der rote Rock mit goldenen Knöpfen, die kniehohen weißen Gamaschen und der hohe Hut mit der Aufschrift „Semper Talis“ („stets gleich“) – alle Stücke werden von einem Uniformschneider originalgetreu hergestellt. Daneben treten die Langen Kerls etwa bei historischen Festen und Stadtumzügen auf.

Für Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sind die Grenadiere wichtiges Aushängeschild des Bundeslandes: Für den Brandenburg-Tag fragt er sie für Vorführungen an, im Sommer fahren acht Vereinsmitglieder zwecks Tourismuswerbung nach London. Der Landesvater selbst ist mit seinen 1,98 Metern längst ein Ehrenmitglied bei den Langen Kerls.

Vereinschef Köhler ist heute 40 Jahre alt, seit seinem 18. Lebensjahr ist er Mitglied bei den Langen Kerls. „Als ich 16…Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung …read more

Source:: Berliner Zeitung – Berlin

„Trumps Präsidentschaft ist eine Totgeburt“: 6 Monate Donald Trump – die verheerende Bilanz

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Donald Trump ist jetzt sechs Monate im Amt
Erreicht hat der US-Präsident bisher nur wenig
Einziger Erfolg: Seine Gegner haben immer noch kein Mittel gefunden, ihn aus dem Amt zu jagen

Im Weißen Haus spielten sich Szenen ab, die auch aus dem Mafiafilm „Die Unbestechlichen“ hätten stammen können. Das Einzige was fehlte, war die Baseball-Cap.

Den Part von Al Capone übernahm Donald Trump.

Er hatte am vergangenen Mittwoch alle 52 republikanischen Senatoren zum Lunch ins Weiße Haus eingeladen, um ihnen mit Konsequenzen und politischem Chaos zu drohen, sollten sie nicht schleunigst ein Gesetz auf die Beine stellen, das das Ende von Obamacare einläuten würde.

Trump bedroht eine ganze Partei

In altbewährter Manier begrüßte er einige der Anwesenden als „ein paar meiner Freunde“, die vielleicht „nicht mehr allzu lange da sein werden“.

Ob er damit ausdrücken wollte, dass diese Senatoren vielleicht schon bald nicht mehr zu Trumps Freunden zählen oder in Kürze den Raum oder den US-Senat verlassen würden, blieb unklar.

In aller Öffentlichkeit die wichtigsten Repräsentanten einer ganzen Partei zu bedrohen – noch dazu die eigene – inklusive aller Senatsmitglieder, ist nicht die Art und Weise, wie man in Washington üblicherweise die Dinge angeht.

Trotz (oder gerade wegen?) Trumps Drohung, versprach Mitch McConnell, Vorsitzender der republikanischen Mehrheit im Senat, sein Bestes zu tun.

In der nächsten Woche wird er bei seinen Kollegen von der Grand Old Party darum bitten, oder vielmehr darum betteln, einen neuen Gesetzesentwurf für die Gesundheitsreform einbringen zu dürfen.

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Liste der Erfolge ist überschaubar

Das Drohen von Trump und das Betteln von McConnell könnte aber auch scheitern und nach hinten losgehen. Damit säßen der Präsident und seine Partei dann in einem noch größeren Schlamassel. Das würde zu Trumps …read more

Source:: The Huffington Post – Germany