Brexit: Unterhaus-Sprecher untersagt May vorerst 3. Abstimmung über Brexit-Deal

► Unterhaus-Sprecher John Bercow hat am Montag eine überraschende Ankündigung gemacht:

► Der konservative Politiker und Leiter der Debatten im Parlament verkündete, dass die britische Regierung das Unterhaus nicht noch einmal über den EU-Austrittsvertrag abstimmen lassen kann, wenn sie an ihrer Beschlussvorlage nichts im Vergleich zu vorangegangenen Abstimmung ändere.

►Bercow verwies am Montag im Unterhaus auf eine Regel aus dem frühen 17. Jahrhundert, wonach dieselbe Vorlage nicht beliebig oft zur Abstimmung gestellt werden kann.

Was diese Ankündigung für den Brexit bedeutet

Bereits zwei Mal hat die britische Premierministerin Theresa May über den mit der EU ausgehandelten Austrittsvertrag abstimmen lassen. Beide Male kassierte sie eine herbe Niederlage.

Geplant war nun, dass May den Brexit-Deal ein drittes Mal ins Unterhaus einbringen würde. Diesen Plan hat Bercow nun aber zunichte gemacht.

Unklar ist, ob die Regierung etwas substanziell an ihrer Beschlussvorlage ändern kann, sodass eine weiter Abstimmung über den Deal gerechtfertigt werden.

Klar ist aber: Sollte das Unterhaus nicht ein drittes Mal über den Deal abstimmen können, müsste May bei dem EU-Ratsgipfel Ende der Woche definitiv um eine Verschiebung des Brexit bitten. Der EU-Austritt ist gesetzlich für den 29. März terminiert.

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Source:: The Huffington Post – Germany

Der Kollaps der Ökosysteme ist ein noch größeres Problem als der Klimawandel

Hunderte Wissenschaftler haben eine eindringliche Warnung: Die Zerstörung der Natur schreitet in erschreckendem Tempo voran. Die Ökosysteme unseres Planeten sind so stark strapaziert, dass wir mit einem massiven Artensterben und einer neuen Völkerwanderung rechnen müssen, wenn nicht unverzüglich Maßnahmen ergriffen werden.

Das ist das Ergebnis einer groß angelegten, von den Vereinten Nationen unterstützten Studie, die im Mai veröffentlicht wird und die der HuffPost vorliegt.

Die auf einen wirtschaftlichen Wert von mehr als 24 Billionen US-Dollar im Jahr. Die Bestäubung von Nutzpflanzen durch Bienen und andere Tiere allein ist weltweit bis zu 577 Milliarden US-Dollar wert.

Der IPBES-Abschlussbericht wird auch den Staats- und Regierungschefs der Welt übergeben werden. So sollen Politiker, Unternehmen und die Öffentlichkeit nicht nur für die Zerstörung der Natur sensibilisiert werden, sondern ihnen soll auch gezeigt werden, wie sich die Natur wirksamer schützen lässt.

“Die politische Aufmerksamkeit auf hoher Ebene für die Umwelt wurde weitgehend auf den Klimawandel ausgerichtet, da die Energiepolitik für das Wirtschaftswachstum von zentraler Bedeutung ist”, sagt Robert Watson, Leiter der Studie, der HuffPost. “Aber die Entwicklung der Biodiversität ist für die Zukunft der Erde genauso bedeutend wie der Klimawandel.”

Der Atmosphärenforscher, der für die NASA arbeitete und wissenschaftlicher Berater der Clinton-Regierung war, ist sich sicher: “Wir stehen an einem Scheideweg.” Die Zerstörung der Natur untergrabe die Grundlagen der heutigen und der künftigen Generationen.

“Bodendegradation, Verlust der biologischen Vielfalt und Klimawandel sind drei verschiedene Aspekte derselben zentralen Herausforderung: die immer gefährlicheren Auswirkungen menschlichen Handelns auf den Zustand der Umwelt”, betont Watson.

Auf der ganzen Welt roden und zerstören Menschen Wälder, was katastrophale Folgen für Wildtiere und Menschen hat.

In Malaysia, Indonesien und Westafrika werden Wälder für Palmöl abgeholzt, das in Snacks und Kosmetika enthalten ist. Riesige Teile des brasilianischen Regenwaldes werden gerodet, um Platz für Sojaplantagen und Rinderfarmen zu schaffen. Eine Entwicklung, die sich unter dem …read more

Source:: The Huffington Post – Germany