Carnival III: Wyclef Jean meldet sich zur Party zurück

In der haitianischen Heimat von Wyclef Jean ist der Karneval eines der größten und wichtigsten Feste des Jahres. „The Carnival» betitelte der Musiker, der als Kind mit seiner Familie nach New York gekommen war, dann auch sein 1997 erschienenes Solo-Debütalbum, das sich mehr als zwei Millionen Mal verkaufte.

Zehn Jahre später folgte die Fortsetzung: „Carnival II: Memoirs of an Immigrant» (auf Deutsch etwa: Erinnerungen eines Einwanderers) und jetzt – wieder zehn Jahre später – der dritte Teil der Trilogie: „Carnival III: The Fall and Rise of a Refugee» (Vom Fall und Aufstieg eines Flüchtlings).

Acht Jahre sind seit der letzten Veröffentlichung eines kompletten Studioalbums des Musikers vergangen, und Fans weltweit hatten ungeduldig gewartet. Auf „Carnival III» finden sie nun zwölf neue Songs. „Bei meinen ‚Carnival‘-Alben ging es schon immer darum, Musikkultur aus aller Welt zu feiern, und ‚Carnival III‘ ist da keine Ausnahme», sagte Jean laut Mitteilung.

„Es ist quer gedacht. Es geht über die traditionellen Genres hinaus. Es gibt neue Talente. ‚Carnival III‘ ist mehr als nur ein Album. Es ist eine Feier von all dem, was ich an Musik liebe: Entdeckung, Unterschiedlichkeit und Kunst der Kunst zuliebe. Es geht darum, Musik zusammenzustellen, die mich überleben und Generationen überdauern wird, voller Emotion, Vibration und Spaß.»

Jean war einst als Mitglied der Band The Fugees berühmt geworden. Gemeinsam mit den Bandkollegen Pras Michel und Lauryn Hill hatte er vor allem in den 90er Jahren große Erfolge gefeiert. Das Album „The Score» mit Songs wie „Killing Me Softly» wurde zum Welterfolg. Danach konzentrierte er sich auf seine Solo-Karriere, startete Kooperationen mit verschiedenen Künstlern und arbeitete viel als Songwriter und Produzent. Größter Hit dabei wurde „Hips Don’t Lie» mit der kolumbianischen Sängerin Shakira.

Währenddessen setzte sich Jean auch immer wieder öffentlich für sein bitterarmes Heimatland Haiti ein, organisierte nach dem schweren Erdbeben 2010 Benefiz-Veranstaltungen und überlegte …read more

Source:: Stern – Kultur

„ATV Meine Wahl“: Den Fakten auf der Spur

Sylvia Saringer unterzieht heute Ulrike Lunacek und Peter Pilz dem „Reality Check“ (ab 22.20).

In der heißen Phase kommen die Fakten leicht unter die Räder der Wahlkampftrosse. Das will ATV-Journalistin und Moderatorin Sylvia Saringer ändern. In „ATV Meine Wahl – Reality Check“ (22.20) nimmt sie die Spitzenkandidaten einer Partei bei Auftritten unter die Lupe, um sie später zum Gespräch zu bitten. Diesmal sind es Ulrike Lunacek, Spitzenkandidatin der Grünen und, um 22.50, der eben dort im Streit ausgeschiedene Peter Pilz.

Den Auftakt hat in der Vorwoche das Neos-Couple Matthias Strolz und Irmgard Griss bestritten. Saringers erste Bilanz: „Der ,Reality Check‘ hat die weit auseinandergehende Eigen- und Fremdsicht auf die Neos humorvoll sichtbar gemacht und auch Differenzen in der Allianz Strolz/Griss. Etwa wenn Griss die Vorurteile gegen die Neos so zusammenfasst, dass selbst Matthias Strolz mal kurz sprachlos ist.“

Eindrücke sammeln

Genau das ist das Ziel der Sendung. „Man kann zu Hause einen guten Eindruck davon bekommen, wie sich die Volksvertreter mit dem Volk so tun“, sagt Saringer, die nicht nur die Politiker begleitet und interviewt, sondern auch das Drehmaterial sichtet, die Beiträge schneidet, spricht und analysiert. „Die viel zitierte Politikerverdrossenheit konnte ich da noch nicht wahrnehmen. Im Gegenteil: Mein Eindruck ist, die Menschen freuen sich, wenn die Spitzenkandidaten – und zwar egal von welcher Partei – den Weg zu ihnen finden, und es scheint, als würden sie sich wünschen, dass sich die Politiker öfter unters Volk mischen und mit ihnen sprechen.“

Bei den Wahlkampfauftritten versteht sich die 46-Jährige als Beobachterin. „Ich will mich auf die Situation einlassen, schauen, was entsteht. Ich hake aber auch nach, wenn ich vor Ort den Eindruck habe, da bekommt jemand keine wirkliche Antwort.“ In Einzelinterviews wenige Tage danach – die Zeit wird für den Reality-Check genutzt – dann die Aussagen auf ihre Haltbarkeit hin abgetestet.

Saringer gilt als toughe Interviewerin. …read more

Source:: Kurier.at – Kultur