Harte Vorwürfe gegen Barenboim: Letzte Grüße vom Geniekult

„Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit“, sagte Karl Valentin. Wobei der ja meist alleine oder mit Lisl Karlstadt auf der Bühne stand. Und anders als es sonst im Leben oft ist, erleichtert es die Sache in der Kunst nicht, wenn viele daran beteiligt sind. Sicherheitshalber und auch aus politischer Tradition hat sich deshalb in jahrhundertelanger Verfeinerung die Zentralperspektive als effizienteste Produktionsform durchgesetzt, die auf der Deutungshoheit eines Einzelnen und der Gefolgschaft der Vielen beruht.

Man muss gar keine polemische Absicht haben, wenn man das System zeitgenössischer Ensembletheater, Opernhäuser oder Orchester absolutistisch nennt, wie es jetzt anlässlich der Vorwürfe gegen Daniel Barenboim geschieht (siehe Bericht unten). Zum einen ist ihre Entstehung eng mit dem Höfischen verbunden. Aber vor allem ist der jetzige Erfahrungsstand nun einmal, dass aus Konsens Kultur und auch Künstlerisches entstehen mag, aber nicht diese Art von Kunst, der Menschen mit fast religiöser Ehrfurcht begegnen, die ihnen die Tränen in die Augen treibt und für die sie weit zu reisen und hohe Preise zu zahlen bereit sind.

Nicht diese Perfektion, hinter der die Mittel des Einzelnen unsichtbar und Momente möglich werden, in denen sich „die Zeit öffnet“, wie es der Schauspieler Joachim Meyerhoff einmal ausgedrückt hat. Vielleicht ist es nur ein Promill alles Schaffens, das in diese Region der Transzendenz vordringt, aber die Hoffnung ist schließlich mit allen. Und wo Hoffnung ist, da ist auch Angst.

Keine Verfügungsmasse alleinherrschender Regisseure

In den letzten Jahren sind in Deutschland die Verhältnisse im Bereich der Darstellenden Kunst allerdings in Bewegung gekommen. Insbesondere Schauspieler wollen keine Verfügungsmasse alleinherrschender Regisseure mehr sein und in künstlerische Entscheidungen generell stärker einbezogen werden. In mehreren prominenten Fällen machten sich Ärger und Verzweiflung über einen autokratischen Umgang von Intendanten oder Regisseuren, psychologischen Druck und sogar sexuelle Übergriffe öffentlich Luft.

Der Deutsche Bühnenverein, der auch die Orchester vertritt, reagierte im vergangenen Sommer mit …read more

Source:: Berliner Zeitung – Kultur

Brody Stevens: Der „Hangover“-Star ist tot

Schreckliche Nachricht aus Hollywood: Der Comedian und Schauspieler Brody Stevens ist verstorben. Er wurde nur 48 Jahre alt. Wie unter anderem das US-Portal „TMZ“ unter Berufung auf offizielle Kreise berichtet, starb er durch Selbstmord. Seine Leiche wurde demnach am Freitag in seinem Appartement gefunden. Stevens litt seit längerem unter schweren psychischen Problemen und musste deswegen bereits vor einigen Jahren in eine Klinik.

Bekannt wurde Stevens vor allem aufgrund seiner Rollen in „Hangover“ und „Hangover 2“. Außerdem kreierte er mit seinem Freund und Kollegen Zach Galifianakis (49) die Comedy-Central-Serie „Brody Stevens: Enjoy It!“, die von 2013 bis 2014 im US-Fernsehen lief. In den letzten Jahren wurde es immer ruhiger um Stevens. Zuletzt hatte er 2018 eine Sprechrolle in der erfolgreichen Zeichentrickserie „American Dad!“ von Seth MacFarlane (45).

Hilfe bei Depressionen bietet die Telefonseelsorge unter der kostenlosen Rufnummer: 0800/111 0 111

…read more

Source:: Gala.de