Taschengeld: Sind 40 Fr pro Woche zu wenig?

Unser Kind (16) erhält ein wöchentliches Taschengeld von 40 Franken. Alle Auslagen für Krankenkasse und Kantonsschule zahlen wir. Nun behaupet er, dass dieser Betrag nicht reiche und dass seine Kollegen viel mehr bekommen. Wie viel steht ihm zu?

Jugendliche, die eine weiterführende Schule besuchen, können ein sogenannt erweitertes Taschengeld erhalten. Man spricht dabei auch von Jugendlohn: Anstelle eines wöchentlichen Taschengeldes bekommen sie eine monatliche Pauschale. So lernen sie den Umgang mit Geld. Der Betrag richtet sich nach den effektiven Ausgaben und hängt auch von den finanziellen Möglichkeien der Familie ab.

Taschengeld können Eltern selbst bestimmen

Die Arbeitsgemeinschaft Schweizerischer Budgetberatungsstellen (ASB) www.budgetberatung.ch schlägt für Mittelschüler folgende Beträge vor:

Taschengeld: 50 bis 100 Fr/pro MonatHandy: 20 bis 30 FrankenCoiffeur/Körperpfiege: 20 bis 40 Fr.Kleider/Schuhe/Wäsche: 60 bis 80 Fr.Schulmaterial (ohne Lehrmittel und Exkursionen): 20 Fr.Velo/Mofa: 10 bis 30 Fr.Muss Ihr Kind auswärts essen, werden pro Tag 8 bis 12 Franken veranschlagt.

Bei älteren Jugendlichen müssen deren grössere Bedürfnisse berücksichtigt werden. Diese können vom Taschengeld allein aber oft nicht befriedigt werden. Das betrifft unter anderem die Kosten fürs Handy und Wünsche, was den Ausgang angeht.

Sonderwünsche wie ein teures Mountainbike oder eine Skiausrüstung sollten sich Teenager jedoch durch Freizeit- oder Ferienjobs selbst zu erfüllen versuchen.

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Source:: Blick.ch – Life

Fälschungen in der Forschung: Universitäten sind Teil des Problems

Betrug in der Wissenschaft gibt es immer wieder. Schuld daran sind auch die Hochschulen, weil sie mehr denn je einer Logik des Marktes folgen. So haben es Fälscher leicht – auch in der Schweiz.

Julia Tuulik hatte einen Wunsch: Sie wollte ihrem Sohn vor dem Einschlafen etwas vorsingen können. Doch singen konnte sie nicht mehr – die Atemwege der 33-jährigen Lehrerin und früheren Ballerina waren nach einem Unfall verletzt. So setzte die Russin ihre Hoffnung in Paolo Macchiarini: Der italienische Chirurg hatte als Erster künstliche Luftröhren entwickelt und sie scheinbar erfolgreich Patienten eingesetzt.

Damals, im Jahr 2012, war Macchiarini noch ein gefeierter Star-Mediziner. Er tourte durch die Operationssäle der Welt, wurde an Universitäten in Spanien, Italien, Schweden und später Russland hofiert. Seine Idee war denkbar simpel: Er liess massgeschneiderte Luftröhren aus Plastik herstellen, behandelte diese mit Stammzellen aus dem Knochenmark der Patienten. Dann nähte er die Prothesen in die Atemwege der Betroffenen ein, wo sie gesundes, funktionierendes Gewebe bilden sollten.

Heute wissen wir dank der Arbeit von Whistleblowern, Bloggern und Journalisten: Macchiarini hatte seine Transplantationserfolge in wissenschaftlichen Veröffentlichungen stark geschönt und zum Teil klar gefälscht. Sein Verfahren war nur unzureichend an Tieren getestet worden. Und: Das Theoriegebäude, auf dem die Anwendung basierte, war äusserst wackelig. Wie gut die Methode tatsächlich funktionierte, zeigte ein Autopsiebericht des ersten Opfers Andemariam Beyene, das 2014 starb. Laut dem Bericht war die Prothese so gut wie gar nicht eingewachsen: „Sie lag lose in der Kehle, umgeben von eitriger Flüssigkeit und totem Gewebe.»

Acht der neun Patientinnen und Patienten, die zwischen 2010 und 2014 von Macchiarini eine Luftröhre aus Plastik bekamen, sind inzwischen tot. Auch Julia Tuulik ging es ab 2012 zunehmend schlechter. In einem Brief an den Produzenten einer Macchiarini-Dokumentation schrieb sie: „Drei Wochen nach der ersten Operation öffnete sich eine eitrige Fistel, und seitdem …read more

Source:: Blick.ch – Life