Autor: Promi-Geburtstag vom 21. Juli 2017: Horst Pillau

Das Wort „Vielschreiber» mag er eigentlich nicht. Aber ja, es stimme schon, meint Horst Pillau. „Solange ich lebe, schreibe ich», sagt er im Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Der Berliner Theater- und Fernsehautor feiert heute seinen 85. Geburtstag und könnte sich längst auf seinen Lorbeeren ausruhen. Fast 40 Theaterstücke, 180 Folgen für Fernsehserien und zahlreiche Romane und Erzählungen hat er geschrieben. Die Bühnenerfolge „Der Kaiser vom Alexanderplatz» und „Das Fenster zum Flur» stammen ebenso aus seiner Feder wie die TV-Hits „Unter einem Dach» und „Es muss nicht immer Kaviar sein».

Doch noch heute sitzt Pillau „an sechs von sieben Tagen» morgens ab halb zehn Uhr am Schreibtisch. Wenn er mal einen Tag nicht arbeite – zum Beispiel, wenn ihn Besuch davon „abhält» – dann habe er ein schlechtes Gewissen, erzählt er. In der Innentasche seines Sakkos trägt er immer ein kleines Diktiergerät bei sich, um seine Einfälle hineinzusprechen. „Ich habe noch so viele Pläne, dass ich weiterschreiben werde, solange es geht.»

Doch Pillau hat neben dem Schreiben mindestens zwei weitere Leidenschaften. „Ich war 56 Jahre lang Privatpilot und habe 2000 Flugstunden zusammengekriegt», so Pillau. Wegen eines Knieleidens musste er die geliebte Fliegerei mittlerweile aufgeben. Mehr Zeit also für sein anderes Hobby: das Briefeschreiben.

Auch per Mail kommuniziert Pillau. „Aber natürlich ist eine Mail nie so liebevoll, langsam und sprachlich halbwegs perfekt wie ein Brief.» Allerdings fällt die Reaktion der mit Post bedachten Menschen nicht immer so aus, wie es sich Pillau wünscht. „Man schreibt Briefe und Briefe – und die anderen rufen einfach zurück und machen es sich bequem.»

Dem Briefeschreiben ist auch die Geburtstagsmatinee (23. Juli, 11.30 Uhr) gewidmet, die das Berliner Renaissance-Theater dem Jubilar ausrichtet. Unter dem Motto „Mit Briefen leben!» lesen Pillau und der Schauspieler Hans-Jürgen Schatz Korrespondenz von Goethe bis Herbert Rosendorfer. Dazu gibt es Songs von „Mr. Postman» …read more

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Raubüberfall: Nach neun Jahren Haft – O. J. Simpson kommt frei

Der frühere amerikanische Football-Star O.J. Simpson, 70, darf vorzeitig aus der Haft entlassen werden. Ein Begnadigungsausschuss im US-Bundesstaat Nevada entschied, dass er das Gefängnis im Oktober auf Bewährung verlassen

dürfe. Simpson hatte zuvor in einer Anhörung für seine frühzeitige Entlassung aus der Haft geworben. Der 70-Jährige reagierte emotional und bedankte sich mehrfach.

O. J. Simpson hat Mindesthaftstrafe verbüßt

Er war 2008 von einem Gericht wegen bewaffneten Raubs und Körperverletzung zu einer Mindeststrafe von neun Jahren verurteilt worden. 2007 war er zusammen mit mehreren Komplizen bewaffnet in ein Hotelzimmer in Las Vegas eingedrungen und hatte zwei Sammler von Fan-Artikeln gezwungen, ihm persönliche Erinnerungsstücke zu geben.

In seinem ersten öffentlichen Auftritt seit Jahren entschuldigte er sich für den Vorfall. „Es tut mir leid, dass die Dinge so ausgegangen sind, wie sie sind“ erklärte er. Er habe niemals ein Verbrechen verüben wollen. „Es tut mir leid.“

sternCrime Lesung 20.45h Vier Mitglieder des Ausschusses befragten den 70-Jährigen zu den Umständen des Raubüberfalls. Simpson erklärte, er habe bei dem Vorfall niemals mit einer Waffe auf jemanden gezielt oder Drohungen ausgesprochen. „In keiner Weise oder Form habe ich ihnen etwas Böses gewollt.“ Entschieden fügte er hinzu, dass es sich bei den Memorabilien um sein Eigentum gehandelt habe.

„O.J. hat mich niemals mit einer Waffe bedroht“

Eines der beiden Opfer des Überfalles, Bruce Fromong, bestätigte diese Angaben im Zuge der Anhörung. Zudem entlastete er Simpson von dem Vorwurf des Waffeneinsatzes. „O.J. hat mich niemals mit einer Waffe bedroht“, sagte der Mann, der sich als langjährigen Freund des früheren Stars bezeichnete. „Wenn er mich morgen anrufen und sagen würde, dass er entlassen wurde, würde ich mich ins Auto setzen und ihn abholen“, sagte er. Das zweite Opfer des Überfalls, Alfred Beardsley, …read more

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