Zu viel Fürsorge: Darum schaden Helikopter-Eltern ihren Kindern

Gelangweilt Vater und Sohn arbeiten am Tisch

Eltern möchten, dass ihre Kinder gesund und glücklich aufwachsen. Um lernen und wachsen zu können, brauchen Kinder jedoch auch Raum für sich. Eine neue Studie deutet darauf hin, dass Überkontrolle durch die Eltern die emotionale Entwicklung von Kindern negativ beeinflusst.

Sogenannte Helikopter-Eltern kreisen wie ein Hubschrauber ständig um ihre Kinder umher, um diese zu überwachen und zu behüten. Sie wollen zwar das Beste für ihren Nachwuchs, doch genau das Gegenteil scheint der Fall zu sein: Zweijährige, die so überbehütet aufwuchsen, hatten im Alter von fünf Jahren grössere Probleme, ihre Emotionen und ihr Verhalten zu regulieren.

„Sie meinen’s ja nur gut!»

Je besser Fünfjährige im Gegenzug ihre Gefühle unter Kontrolle hatten konnten, desto weniger wahrscheinlich war es, dass sie mit zehn Jahren emotionale Probleme hatten. Zudem besassen sie gute soziale Fähigkeiten und zeigten bessere schulische Leistungen. Dementsprechend seltener traten bei ihnen emotionale oder soziale Probleme auf, so das Ergebnis, das in der Fachzeitschrift Developmental Psychology veröffentlicht wurde.

„Kindern, die die Fähigkeit entwickelten, sich in schwierigen Situationen effektiv selbst zu beruhigen und sich angemessen zu verhalten, fiel es leichter, sich vor Beginn der Pubertät an die schwierigeren Anforderungen in der Schule anzupassen», sagt Nicole B. Perry von der University of Minnesota. „Unsere Ergebnisse unterstreichen, wie wichtig es ist, dass Eltern die Autonomie ihrer Kinder beim Umgang mit emotionalen Herausforderungen unterstützen.» Eltern könnten dies tun, indem sie mit ihren Kindern über Gefühle reden, warum sie entstehen, welches Verhalten sie auslösen und was die Konsequenzen von unterschiedlichen Reaktionen sein können. Ausserdem könnten sie ihrem Kind dabei helfen, Bewältigungsstrategien zu entwickeln, wie tiefes Atmen, Musik hören, Malen oder sich an einen ruhigen Ort zurückzuziehen.

Wieviel Überwachung ist zu viel?

Die Forscher hatten 422 Zweijährige über acht Jahre verfolgt. Unter anderem hatten sie zu Beginn der Studie Eltern und Kinder beim Spielen beobachtet. Sogenannte Helikopter-Eltern zeichneten sich …read more

Source:: Blick.ch – Life

Trauben sind reifer und süsser denn je: Winzer hoffen auf Jahrhundert-Jahrgang

WÄDENSWIL ZH –
Schweizer Weinbauern können sich in diesem Jahr auf die Lese freuen. Der Rekordsommer könnte für einen hervorragenden Jahrgang sorgen – wenn der Regen nicht zum falschen Zeitpunkt einsetzt.

Der Hitzesommer 2018 beschert nicht nur den Badis hohe Besucherzahlen und den Eisdielen volle Kassen, er erfreut auch die Winzer. „Folgt auf die trockenen und heissen Sommermonate auch noch ein milder Frühherbst, könnte sich ein sehr vielversprechender Jahrgang entwickeln», sagt Michael Gölles, Leiter Forschungsgruppe Weinbau von Agroscope in Wädenswil.

„Die Weinbranche hat aus dem Hitzesommer 2003 gelernt», ist sich Gölles sicher. „Heute ist man auf heisse und trockene Perioden besser vorbereitet. Man weiss, wie auf die Folgen der Extrembedingungen reagiert werden muss.»

Pilzkrankheiten dieses Jahr kein Problem

Ein moderater Wasserstress während der Sommermonate erhöht die Qualität der Trauben sogar. Wärmere Temperaturen während der Vegetationsperiode zwischen April und September führen zu höheren Zuckerkonzentrationen und zur Bildung von Aromastoffen in den Trauben. Was alkoholstärkere und intensivere Weine hervorbringt. Durch die anhaltende Trockenheit treten Pilzkrankheiten, die hiesige Weinbauern normalerweise vor Probleme stellen, in diesem Jahr in den Hintergrund.

Hoffentlich bleibt der Herbst trocken

Ein heisser Sommer ist für die Weinqualität also durchaus positiv, vor allem bei spätreifenden Sorten. Um aber tatsächlich von einem herausragenden oder gar einem Jahrhundertjahrgang sprechen zu können, sollten sich die Temperaturwerte und Niederschlagsmengen jedoch bald normalisieren. Vor allem aber darf der Herbst dann nicht zu nass werden. Durch starke Regenfälle während der Beerenreife und unmittelbar vor der Lese kann ein aussergewöhnliches schnell wieder zu einem durchschnittlichen Weinjahr werden – weil dann unverhofft Fäulnis auftreten kann.

Bleibt also nur noch zu hoffen, dass Petrus den guten Tropfen nicht vertropft.

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Source:: Blick.ch – Life