Schweizer Star-Fussballerin Ramona Bachmann im Interview: «Frauenfussball ist ehrlicher»

MALTERS LU –
Ramona Bachmann (27) ist eine der besten Spielerinnen der Schweiz. Bei der WM in Russland sind alle Augen nur auf die Männer gerichtet – einmal mehr. Was ist da los, Frau Bachmann?

Am Donnerstag ist Anpfiff der WM in Russland. Für welche der Mannschaften würden Sie gerne spielen?
Ramona Bachmann: Sicher für die Schweiz. Es ist wirklich etwas Besonderes, für das eigene Land zu spielen. Wenn man auf den Platz hinausmarschiert und spürt, dass die ganze Nation hinter einem steht – da bekommt man Gänsehaut. Sonst wärs Brasilien. Schaut man die Kaderliste von Brasilien an, fehlen da so viele Namen, die bei jeder anderen Nati spielen würden.

Jetzt die Preisfrage: Wer gewinnt?
Die WM ist in Russland, hmm … Auf die Russen setze ich definitiv nicht. Spanien ist immer heiss. Frankreich hat eine richtig gute Mannschaft. Aber die Franzosen haben es nicht so mit den grossen Turnieren. Brasilien – natürlich sehr interessant.

Das ist aber schwammig.
Ich kann’s wirklich nicht sagen. Es gibt so viele gute Mannschaften. Es wäre toll, wenn es die Schweiz machen würde.

Die Männer-WM von 2014 verfolgten weltweit 3,2 Milliarden Fernsehzuschauer. Bei der Frauen-WM vor drei Jahren waren es 750 000. Kommt da auch mal Neid auf?
Ich vergleiche uns nicht mit den Männern. Vor ein paar Wochen spielte ich mit Chelsea den Cup-Final im Wembley-Stadion. Vor 45 000 Zuschauern. Das gibt dir einen Kick. Man spürt, wie die Leute mitfiebern. Bei jeder Aktion erhöht sich gleich der Geräuschpegel. Das motiviert einen noch mehr. Nach dem Spiel sagte ich zu meinen Mannschaftskolleginnen, dass ich immer vor so vielen Menschen spielen will. Dann überlegte ich kurz und dachte, nein, dann wärs ja nichts Besonderes mehr. Ich frage mich, ob eine solche Atmosphäre …read more

Source:: Blick.ch – Life

SRF-Webserie «Nr. 47» schafft es ins TV-Programm: Jung, digital, gesucht …

Mitte Mai hat SRF die neue Webserie „Nr. 47» veröffentlicht. Mit Formaten, die fürs Internet konzipiert sind, versucht der Sender, Junge abzuholen. Erfolgreich.

Eveline, Anfang 20, steht am Herd. Pfeffer bräuchte sie für den Znacht, den sie ihrem Freund zum Geburtstag kocht. Während sie in der Pfanne rührt, schielt sie auf die halb ausgepackten Kartons in ihrer Küche. Sie ist eben umgezogen in die erste eigene Wohnung. Eveline schlüpft in die Schuhe und klingelt beim Nachbarn. Der hat sicher Pfeffer.

Die SRF-Webserie „Nr. 47» spielt in einem Wohnblock in Bern und handelt vom Erwachsenwerden. Authentisch: Die Macher vor und hinter der Kamera sind fast alle unter 30. Jung sind auch jene, die Eveline bisher bei den täglichen Herausforderungen auf der Suche nach der eigenen Identität über die Schulter blickten: 91,7 Prozent der Zuschauer sind zwischen 18 und 34 Jahre alt.

Mini-Geschichten, drei bis sieben Minuten lang, nonstop abrufbar, Sendezeit unwichtig: Seit Mitte Mai und noch bis Mitte Juni kommt an fünf Tagen die Woche eine neue Folge von „Nr. 47» ins Internet. Die Serie fügt sich damit ein in eine ganze Reihe von Produktionen, die das Schweizer Radio und Fernsehen in den letzten Jahren ausschliesslich fürs Netz konzipiert und gedreht hat.

SRF will sich um Lebenswelten der Schweizer Jugend kümmern

„Digital first» nennt man das. In dem Bereich hinkt der staatliche Sender der Konkurrenz im Ausland um einiges hinterher. Dort ist man in der Produktion von digitalen ­Videoinhalten schon viel weiter – mehr Ressourcen, mehr Videos, ­höhere Professionalität. Bester Beweis dafür ist, dass etwa unser nördliches Nachbarland bereits seit 2011 jährlich den Webvideopreis Deutschland vergibt.

Zwar gingen auf SRF schon 2014 mit „Break-ups» und kurz darauf mit „Güsel» zwei Formate online. Und in den Jahren 2015 und 2016 folgten eine Webserie übers Familiensein und eine übers Kochen mit exotischen Lebensmitteln. Die vier Produktionen kamen …read more

Source:: Blick.ch – Life