Amnesty International schlägt Alarm: Katars WM-Baufirma zahlt Arbeitern keinen Lohn

Die Ausbeutung von Arbeitern auf Katars WM-Baustellen ist nach wie vor skandalös. Das zeigen Recherchen der Menschenrechtsorganisation Amnesty International. 2017 fielen die Löhne für die Arbeiter ins Wasser!

Die Fussball-Weltmeisterschaft in Katar findet zwar erst im Winter 2022 statt, trotzdem steht das Austragungsland bereits seit Jahren immer wieder in den Schlagzeilen. Der Grund: Die Arbeiter leiden unter schlechten Arbeitsbedingungen. Dutzende Menschen sind auf WM-Baustellen aufgrund der brütenden Hitze ums Leben gekommen. Verbliebene klagten immer wieder über fehlende Lohnauszahlungen. Katar gelobte Besserung, doch die finanziellen Missstände blieben bestehen.

Denn jetzt zeigen neue Recherchen von Amnesty International: Die Ausbeutung von Arbeitern auf Baustellen der Fussball-Stadien ist nach wie vor skandalös. Zahlreiche Arbeitsmigranten seien bei den Bauarbeiten für das Vorzeigeprojekt Future City Lusail ausgebeutet worden, an denen die Baufirma Mercury Mena beteiligt war. Dies erklärte die Menschenrechtsorganisation am Mittwoch in Berlin.

2017 fielen die Löhne aus

Die Firma Mercury Mena habe das berüchtigte Sponsorensystem Kafala ausgenutzt, so Amnesty International. 78 ehemalige Arbeiter aus Indien, Nepal und den Philippinen hätten berichtet, dass es seit 2016 immer wieder zu Verzögerungen der Lohnauszahlungen kam, bis diese 2017 ganz ausblieben. Demnach schuldet die Firma ihnen bis zu 2470 US-Dollar, ihre Schicksale seien kein Einzelfälle.

Die Katar-Expertin von Amnesty, Regina Spöttl, verwies darauf, dass viele Befragte in ihren Heimatländern hochverzinste Darlehen aufgenommen hätten, um die Vermittlungsgebühren für einen Arbeitsplatz in Katar bezahlen zu können. Als ihre Löhne ausblieben, konnten sie kein Geld nach Hause schicken und die Kreditraten nicht mehr zahlen.

„Einige Familien waren gezwungen, Grundbesitz zu verkaufen oder ihre Kinder aus der Schule zu nehmen», erklärte Spöttl. Eine Vielzahl der Arbeitsmigranten sei „mittellos in Katar gestrandet, lebe in heruntergekommenen Quartieren ohne Gewissheit über ihre finanzielle Zukunft und ohne die Möglichkeit, wieder zu ihren Familien zurückzukehren». Da Mercury Mena für sie keine gültigen Aufenthaltsgenehmigungen beantragt habe, seien sie …read more

Source:: Blick.ch – Sport

Vater von Schiri Tschudi kennt die Bösewicht-Rolle: «Ohne Fehler wird man nicht erwachsen»

Schiri Lionel Tschudi übersieht die Brutalo- Attacke an St. Gallens Itten und schläft nun schlecht. Sein Papi sagt: „Ohne Fehler wird man nicht erwachsen.»

Beim FC St. Gallen ist man stinksauer auf Fabio Daprelà. Der Lugano-Verteidiger streckt Cédric Itten mit einem Brutalo-Foul nieder, sodass Kreuz- und Innenband reissen. „Das war Kung-Fu, volle Absicht», wettert Alain Sutter. Doch auch Schiri Lionel Tschudi kriegt sein Fett ab, weil er nicht mal Foul pfeift. „Er hat seinen Job nicht gemacht. An ihm ist es, die Spieler zu schützen.» Tschudi sagt: „Ich habe einen grossen Fehler gemacht und das tut mir weh!»

Auch wenn ein Pfiff und eine Rote Karte nichts an Ittens Verletzung geändert hätten, der 29-jährige Schiri hat Mühe mit dem Einschlafen. „Ein Spieler hat sich schwer verletzt, und ich habe das Spiel geleitet. Da trage ich auch die Verantwortung.»

Jetzt ist Tschudi der Schiri, der ein Horror-Foul übersah. „Keiner ist gerne der Buhmann. Aber wenn man zu Recht angegriffen wird, ist es noch schwieriger», sagt Tschudi.

„Fehler gehören dazu, ohne wird man nicht erwachsen»

Er ist Buhmann und Bösewicht. Eine Rolle, die sein Vater bestens kennt. Gilles Tschudi ist es quasi von Berufes wegen. Die ganze Schweiz kennt den 61-jährigen Schauspieler – unter anderem durch seine Rolle als Bösewicht Michael Frick in der TV-Soap Lüthi und Blanc (1999 bis 2007). Gilles Tschudi: „Bösewichte sind in Film und Theater die spannenderen Figuren, sie faszinieren die Menschen mehr als die lieben.»

Den Fehler seines Sohnes hat der Fussballfan natürlich mitgekriegt. Gilles Tschudi sagt: „Fehler gehören dazu. Ohne wird man nicht erwachsen, bleibt man immer Kind.» Er ist sich sicher, dass sein Kind die Kritik wegstecken wird. „Lionel ist selbstbewusst genug. Es ist toll, dass er sofort zu seinem Fehler stehen konnte, das war als Bub noch nicht so…»

„Wer vom Pferd fällt, sollte sofort wieder aufsitzen»

Ein Schiedsrichter müsse, wie …read more

Source:: Blick.ch – Sport