Motocross-Star Jeremy Seewer beim Heim-GP: Höhenflug dank Mama Anita

Jeremy Seewer ist in Frauenfeld trotz Töff-Drama im 2. Lauf der umjubelte Star. Seine Mutter leidet und hilft mit.

Der Wirbel um Jeremy Seewer (24) ist in Frauenfeld riesig! Als der Schweizer Motocross-Star im ersten Königsklassen-Lauf auf den 5. Rang fährt, machen die rund 30 000 Fans das Gelände bei der Zuckerfabrik zum Tollhaus.

„Schau, da bekomme ich Gänsehaut», sagt Seewers Mutter Anita (57). Sie fiebert vom Dach der Boxengasse mit, klatscht und feuert ihren Sohn bei jeder Vorbeifahrt an. Und dann, als im zweiten Lauf mitten im Rennen Jeremys Töff abstellt und er nur 16. wird, leidet sie mit. „Ich bin immer nervös», sagt sie. „Am meisten Angst habe ich wegen einer Verletzung. Das Schlimmste war ein Schlüsselbeinbruch, aber da war er noch klein.»

Damals übte Jeremy noch auf der Cross-Piste im eigenen Garten in Bülach ZH. Jetzt ist Seewer ein Star, gehört zu den besten MXGP-Piloten der Welt, was er auch in Frauenfeld beweist. „Das war früher unvorstellbar. Es ist ein Traum», sagt die Mutter.

Bei Seewers Höhenflug sind Anita und Vater René ein grosser Faktor. Die Eltern helfen im Hintergrund, damit sich Jeremy aufs Fahren konzentrieren kann. Das Wohnmobil steht gut versteckt im Fahrerlager. Es ist sein stiller Rückzugsort. „Wir sind bei allen Europarennen mit dem Camper dabei», sagt die Mama. Auch Hund Zita ist da.

Beim Camper putzt sie den Helm. Reinigt und trocknet das Trikot. Kocht für Jeremy das Mittagessen. Pasta mit Honig! Aber Jeremy hat kaum Zeit. Die Mutter muss ein Interview abwarten. Dann drückt sie ihm den vollen Teller in die Hand – Jeremy isst Mamas Essen während der Autogrammstunde. Seewer selber sagt: „Es ist schön, für diese kleinen Dinge die Familie im Hintergrund zu haben. Besonders beim Heimrennen.»

Nur beim abgestellten Töff konnte Mama Anita nicht helfen!

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Source:: Blick.ch – Sport