Das meint BLICK zum Töff-Rüpel: Marquez lässt sich nicht so leicht erziehen!

Die MotoGP will Problemfall Marc Marquez in den Griff kriegen. Ein Unterfangen, das zum Scheitern verurteilt ist. Der Preis dafür wäre der Verlust des Spektakels.

Die MotoGP steckt in einem grossen Dilemma. Sie muss einen Mix zwischen Spektakel und Sicherheit finden. Doch mit Marc Marquez im Feld wird das nahezu unmöglich. Denn der Spanier ist in dem Fall Fluch und Segen zugleich.

Marquez gehört die Zukunft der MotoGP, das bezweifelt niemand. Die Königsklasse braucht den Ausnahmekönner, um sich langfristig von Superstar Valentino Rossi zu emanzipieren. Marquez verfügt zwar nicht über Rossis Charisma, steht aber für Spektakel. Und genau diese krachende Renn-Action braucht die MotoGP.

Nun regt sich Widerstand. Die Fahrer wehren sich gegen Rowdy Marquez und seine Nachahmer. Die Rennkommissäre wollen mehr durchgreifen, Aktionen über dem Limit mit härteren Strafen belangen. Ein Verlangen nach etwas mehr Sicherheit, das grundsätzlich richtig ist.

Das Problem ist, dass sich einer wie Marquez nicht so leicht erziehen lässt. Das Risiko liegt ihm im Blut. Mal für Mal geht er ans Limit und darüber hinaus, selbst in unbedeutenden Trainings. Das kann der 25-Jährige nicht einfach abstreifen.

Helfen würde da nur Nulltoleranz. Doch die darf es nicht geben. Die Duelle Ellbogen an Ellbogen bei 300 km/h sind die DNA der Königsklasse. Die MotoGP darf ihre Fahrer nicht in Watte packen, sonst verliert sie ihren Reiz. Und so wird Marquez wohl oder übel weiter rüpeln.

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Source:: Blick.ch – Sport

Rugby am Gleisdreieck: Der RFC ist Berlins irische Seele

Alle paar Minuten rast eine leuchtend gelbe U-Bahn über das Hochbahnviadukt. Zweihundert Meter südlich davon entfernt verläuft eine weitere Bahnstrecke über Stahlträger. Zwischen den beiden U-Bahn-Linien und neben der ICE-Trasse erstreckt sich eine Parkanlage. Hier kreuzen Laufgruppen ihre Wege, Familien picknicken im Gras, Jugendliche heizen mit ihren Skateboards über den Asphalt. An manchen Tagen raufen sich hier auch Frauen und Männer auf dem Boden, ein Rugby-Ei fliegt durch die Luft. Der Berlin Irish Rugby Football Club hat die Magie dieses Ortes erkannt und die Schöneberger Wiese, wie ein Teil des Parks bezeichnet wird, zu ihrem inoffiziellem Trainingsplatz ernannt. Denn trotz all dem Beton wirkt der sichtbar künstlich angelegte Park am Gleisdreieck wie eine kleine Oase mitten in Berlin Kreuzberg.

Das Rugbyteam Berlin Irish hat zwei Identitäten ins Vereinslogo integriert: zur einen Hälfte Berliner Bär, zur anderen Hälfte Shamrock, das inoffizielle Nationalsymbol Irlands, ein dreiblättriges Kleeblatt.

Ein Identitätsmix, der sein Zuhause zwischen Landwehrkanal am Potsdamer Platz und der Yorckstraße im Süden gefunden zu haben scheint. Dort entstand der grüne Korridor, nachdem der ehemalige Güter- und Postbahnhof mehr als vierzig Jahre als Brachfläche unzugänglich blieb. Nachdem der Bau eines Volksparks 1997 beschlossen war, eröffneten 2011 zunächst der Ostpark und 2013 schließlich der Westpark. Es entstand ein generationenübergreifender Lieblingsort und am Berlin Irish RFC zeigt sich, wie in den Nischen der Stadt neues Leben entsteht, sich Kulturen begegnen und voneinander profitieren.

Gloucester ist Englands Rugby-Stadt

Drei Jahre nach der Eröffnung des Westparks begannen hier eine Handvoll Rugbybegeisterte sich zwei bis dreimal die Woche den ovalen Ball zuzuwerfen. Es waren die ersten Schritte, die der Verein Berlin Irish RFC damals machte. Kit Turner erinnert sich noch gut an die Anfangszeit: „Wir waren zwei Männer, zwei Frauen und zwei Kinder beim ersten Training.“ Turner hat selber zwar keine irischen Wurzeln, dafür aber jede Menge Rugby-Spirit.

Der 28-Jährige kommt aus einer …read more

Source:: Berliner Zeitung – Sport