Wirtschaftsexperte Vontobel ordnet ein: «2. und 3. Säule sind Steuer-Sparsäuli für reiche Männer»

Ein glückliches Paar auf einer Bank

Die Banken und Versicherungen fordern mehr „Eigenverantwortung bei der Vorsorge». Das nützt vor allem ihnen selbst und den reichen Männern.

Eigenverantwortung tönt immer gut. Doch ein wenig stossend ist es schon, dass wer sein ganzes Leben gut verdient, jedes Jahr 6768 (oder als Selbstständiger gar 33’840) Franken steuerfrei in die 3. Säule einzahlen darf, während andere dies nur in ihren fetten Jahren tun können. Wäre es da nicht ein Gebot der Gerechtigkeit, wenn diese vom Erwerbsleben Benachteiligten die in den mageren Jahren verpassten Einlagen nachzahlen könnten? In der 2. Säule ist es ja auch nicht anders – warum also diese Ungleichbehandlung?

Und wenn er schon mal beim Thema ist, fordert der Verein Vorsorge Schweiz (VVS) gleich auch noch, dass künftig auch erwerbslose Hausfrauen und Kinder den Vorsorgebetrag in die 3. Säule einzahlen und den Betrag vom steuerbaren Einkommen des Vaters oder Ehemanns abziehen können. Im VVS sind alle Banken und Versicherungen, beziehungsweise deren Freizügigkeitsstiftungen, vertreten – die dann diese steuerbegünstigten zusätzlichen Kapitalien verwalten könnten. Organisiert wurde die Veranstaltung, an der der VVS dies forderte, von der UBS.

Reiche Männer kassieren doppelt so viel BVG-Rente

Die höheren Einzahlungen wurden zweifellos zu höheren BVG-Renten führen. Fragt sich bloss für wen? Die Statistik der BVG-Neurenten gibt einen Hinweis. Sie zeigt, dass nur etwa 40 Prozent aller Neurentner überhaupt eine Pensionskassenrente beziehen. Und dass gut die Hälfe aller BVG-Renten an das reichste Viertel der BVG-Rentner, beziehungsweise an das reichste Zehntel aller Rentner gehen.

Die 2. und erst recht die 3. Säule sind also vor allem ein Steuer-Sparsäuli der reichen Männer. Sie kassieren im Schnitt gut doppelt so hohe BVG-Renten wie die Frauen. Das reichste Viertel der männlichen Pensionskassenrentner kassiert sogar gut sieben mal so viel wie eine Frau im untersten Viertel.

Nur die AHV ist ein echtes Sozialwerk

Bei der AHV …read more

Source:: Blick.ch – Wirtschaft

Obwohl immer noch weiter gebaut wird: Schweizer Wohnungen gehen wieder besser weg

Seit September 2008 wird der Referenzzinssatz für die Mietzinsgestaltung herangezogen (Symbolbild)

Dem Bau-Boom zum Trotz hat sich die durchschnittliche Insertionszeit für Wohnungen in der Schweiz verringert. In anderen Worten: Die Nachfrage steigt.

In der Schweiz wird trotz steigender Leerwohnungsziffer (BLICK berichtete) gebaut und gebaut und gebaut. Grund: Für institutionelle Anleger – zum Beispiel Pensionskassen – gibt es im aktuellen Tiefzinsumfeld kaum bessere Anlagemöglichkeiten. Auch wenn das zur Folge hat, dass im Mittelland Geistersiedlungen wuchern.

Trotz dieses Bau-Booms hat im letzten Jahr die durchschnittliche Insertionszeit von Mietwohungen, die im Internet ausgeschrieben waren, um zwei Tage auf 32 Tage abgenommen. Zu diesem Ergebnis kommt der Online-Wohnungsindex des SVIT Schweiz und des Swiss Real Estate Institute der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich für die Untersuchungsperiode vom 1. April 2017 bis zum 31. März 2018.

Angebot stark gestiegen

Diese 32 Tage sind jedoch ein Durchschnittswert für die ganze Schweiz. In Zürich, Luzern, St. Gallen und Lugano dagegen haben sich die Insertionszeiten wie schon im Vorjahr verlängert.

Die weiteren Zahlen: Das Angebot ist massiv gestiegen – nämlich um 8 Prozent auf 372’000 angebotene Mietwohnungen. (red)

…read more

Source:: Blick.ch – Wirtschaft