Was darf man als Deutscher noch sagen? Zwei Migrantinnen verraten es

Agatha Kremplewski und Nada Assaad haben einen Migrationshintergrund und diskutieren darüber, wo Rassismus an- und wo Komplimente aufhören.

Jeder Fünfte in Deutschland hat einen
„Du bist ein schönes Ölauge“: Was in mir vorgeht, wenn mich Männer anmachen, die mich eigentlich abschieben wollen

Ihr seid nicht deutsch genug, um mir zu sagen, wie syrisch ich zu sein habe

Warum ich nie völlig deutsch sein werde – dieses Land aber trotzdem liebe

Dürfen wir jetzt keine Komplimente mehr machen, aus Angst, unsensibel zu sein? Was geht eigentlich und was ist bereits an der Grenze zu Rassismus?

Wir, Nada Assaad und Agatha Kremplewski, haben beide einen Migrationshintergrund.

Für uns steht fest: Vieles mag nett gemeint sein, aber, wenn uns gesagt wird, dass Syrerinnen ja immer so hübsch seien oder Polinnen so schön feurig, dann wird da ein Idealtypus kreiert, der mit einem echten Kompliment nichts zu tun hat.

Verallgemeinerung ist kacke

Von solchen Komplimenten fühlen wir uns nicht angesprochen, denn vielleicht kommen wir an diesen Idealtypus auch …read more

Source:: The Huffington Post – Germany

Gopfried Stutz mit Claude Chatelain: Die Renten gehören ins Gesetz – nicht in die Verfassung

Wenn Bundesbern nicht fähig ist, sich auf eine mehrheitsfähige Lösung zu einigen, entstehen kuriose Volksinitiativen.

„Etwas für dich», rief meine Partnerin, als sie die „Tagesschau» sah. Ich war im Zimmer nebenan und erfreute mich an Alex Capus‘ Roman „Das Leben ist gut» (die Tagesschau sehe ich eher selten. Mit der Radiosendung „Echo der Zeit» bin ich bestens bedient).

Die „Tagesschau» berichtete über ein Netzwerk älterer Zeitgenossen, das mit einer Volksinitiative einheitliche Pensionskassenbeiträge für Jung und Alt erzwingen will.

Was alles soll noch in unsere Verfassung verpackt werden, was in ein Gesetz gehört? Spontan frage ich mich, ob ich auch mal eine Initiative lancieren soll. Ich könnte zum Beispiel die Abschaffung der Kinderrenten für Auslandschweizer verlangen. Damit würde ich reiferen Herren meines Alters den Spass verderben, in Thailand eine kinderreiche Alleinerziehende zu ehelichen, um für jedes einzelne Kind eine Rente zu beziehen.

Ob dann der Verfassungsartikel nach gewonnener Abstimmungsschlacht auch umgesetzt würde, ist natürlich eine andere Frage. Die Masseneinwanderungs-Initiative ist ja auch nicht umgesetzt worden.

Wie man das mit der Unterschriftensammlung angattigt, weiss ich nicht. Ich würde die Schriftstellerin Sibylle Berg fragen. Sie schaffte es im Nu, genügend Unterschriften für das Referendum gegen das Observationsgesetz zu sammeln. Wenn das eine Schriftstellerin mit deutschem Migrationshintergrund kann, sollte ich als Bio-Schweizer dazu auch in der Lage sein.

Dabei haben die Initianten, die in der „Tagesschau» zu Wort kamen, nicht ganz Unrecht. Hat ein Arbeitnehmer das 55. Altersjahr überschritten, erhöhen sich die Pensionskassenbeiträge. Somit kommt ein über 55-jähriger Angestellter bei gleichem Lohn und gleicher Qualifikation den Arbeitgeber teurer zu stehen als ein 50-Jähriger. Die Älteren sind auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt.

Doch so wie sich das die Initianten vorstellen, ist es nicht finanzierbar. Man müsste die geltenden Sparbeiträge der Jüngeren erhöhen und die der Älteren kürzen. Die Übergangsgeneration müsste massive Renteneinbussen in Kauf nehmen. …read more

Source:: Blick.ch – Wirtschaft