Die Bundesliga ist bemüht um Schadensbegrenzung

Nach den Possen rund um die Lizenz und die Relegation werden von der Liga Regeländerungen angekündigt.

Sportlich war der Endspurt in der österreichischen Meisterschaft wenig ereignisreich, umso turbulenter ging es nach Saisonschluss in den Gremien und Schiedsgerichten zu. Neben Aufsteiger

Hartberg, der sich die Erstliga-Lizenz erst im letzten Instanzenweg sichern konnte, sorgte bei Außenstehenden vor allem die Posse rund um das Relegationsduell zwischen St. Pölten und Wiener Neustadt für Kopfschütteln.

Die unterlegenen Wiener Neustädter gingen gegen einen vermeintlich widerrechtlich eingesetzten SKN-Spieler vor, woraufhin St. Pölten dem Rivalen die Nutzung der NV-Arena als Ausweichquartier für den Winter (eine Lizenzbedingung der

Bundesliga) untersagte.

Nun reagierte die Bundesliga. In einem internen Dokument, das dem KURIER vorliegt, schwor sie die Klubs auf eine Linie ein, um weiteren medialen Schaden abzuwenden. Darüber hinaus kündigte die Bundesliga an, einige Punkte des Regulativs anzupassen:

Lizenzierungsverfahren
Die Causa rund um die Hartberger, die bis vor das Ständige Neutrale Schiedsgericht gezogen waren, beeinflusste heuer auch die

Relegation (ohne Lizenz für Hartberg, wäre eine Relegation obsolet gewesen). Um künftig mehr Planungssicherheit zu haben, schlägt die Bundesliga vor, Termine und Fristen des Lizenzierungsverfahrens zu ändern. Derzeit beginnt das Verfahren erst am 15. März.

Kooperationsspieler
Diese Vereinbarung soll demnächst auch im Sinne des FIFA-Regulativs präzisiert werden. Pro Saison darf ein Spieler bei zwei Vereinen eingesetzt werden, nicht ganz eindeutig ist die Lage beim

FC Liefering, der vereinsrechtlich eigenständig ist, von der Bundesliga und dem ÖFB aber als Kooperationsklub von Red Bull Salzburg eingestuft wurde.

Endlich im Bilde

Endgültig fixiert wurde gestern der neue TV-Vertrag. Neben Exklusiv-Partner Sky, der alle Partien zeigt, werden vier Spiele pro Saison live im frei empfangbaren Fernsehen bei A1 TV gezeigt. Sublizenznehmer für Highlightshows sind der

ORF (Samstag und Sonntag, je 19.30) und oe24.tv (Sonntag, 22.00). Das Europa-League-Play-off ist kostenfrei auf www.skysportaustria.at zu sehen.

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Source:: Kurier.at – Sport

+++WM-Newsblog+++: Löw zu Pfiffen gegen Gündogan: „Er ist auch geknickt“

Die Fußball-WM in Russland beginnt am 14. Juni, das Endspiel wird am 15 Juli in Moskau ausgetragen.

Aktuelle Informationen, Berichte und Hintergründe zum Sport-Highlight bieten wir in unserem WM-Newsblog.

+++ Bierhoff und Löw genervt von Erdogan-Affäre+++

Teammanager Oliver Bierhoff ist von den ständigen Diskussionen über das Treffen der deutschen Fußball-Nationalspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan nur noch genervt. „Ihr beendet es doch nicht. Ihr bringt es doch jeden Tag wieder, weil ihr keine Themen habt“, sagte Bierhoff vor der WM-Generalprobe gegen Saudi-Arabien in Leverkusen in der ARD.

„Ihr könnt die Fragen aber auch stellen. Ihr müsst nur akzeptieren, wenn einer sagt: Darüber rede ich nicht mehr“, fügte er an. Gündogan wurde bei seiner Einwechslung (57.) für Marco Reus lautstark ausgepfiffen. Bundestrainer Joachim Löw reagierte verärgert und forderte wie sein Assistent Thomas Schneider das Publikum auf, zu applaudieren. Auch wenn Gündogan am Ball war, gab es Pfiffe.

„Das hat mich schon geschmerzt“, sagte Löw. „Ich habe ihn in der Kabine gesehen, er ist auch geknickt, wenn er ständig ausgepfiffen wird.“ Er hoffe, dass Gündogan die Situation durchstehen könne. „Wir werden ihn unterstützen“, versicherte der Bundestrainer.

Appelle von der Mannschaft

Gündogans Kollegen starteten Appelle an die Fans. „Ab jetzt bitte ich die Leute einfach darum, daran zu denken, dass wir Weltmeister werden wollen. Dafür brauchen wir den Illy, dafür brauchen wir den Mesut“, sagte Stürmer Mario Gomez: „Es sollte nicht versucht werden, das Ding weiter zu spalten, sondern wieder eine Brücke zu bauen, damit man wieder mit ganz anderen Gedanken in die WM gehen kann.“ Gündogan und Özil verließen das Stadion kommentarlos. „Solche Pfiffe schaden der Mannschaft“, äußerte Kapitän Manuel Neuer.

Gündogan und Özil hatten Erdogan am 13. Mai in London getroffen. Beide hatten dem in der westlichen Welt höchst umstrittenen Staatspräsidenten signierte Trikots ihrer Vereine Manchester City bzw. FC Arsenal überreicht. …read more

Source:: Berliner Zeitung – Sport